Techniken Stand

Training, Randori, Wettkampf…

Alle Techniken die ein Judoka erlernt, beginnen immer in der Grundform im Training. Durch die verschiedenen Vorübungen mit und ohne Partner werden die Würfe zerlegt in die drei Phasen Kuzushi (Eindrehen mit Gleichgewichtsbruch), Tsukuri (Ausheben) und Kake (Abwerfen) geübt. Nach dem Prinzip vom leichten zum schweren werden die Vorübungen gemacht. Danach erfolgt oft als Übung ohne Partner das Tanso-Ku-Renschu, das ausführen der Wurfbewegung ohne Partner.

Arten der Würfe

Ein großer Teil der im Judo verwendeten Techniken sind Würfe im Stand. Dabei gibt es unterschiedliche Kategorien von Würfen:

  • Koshi-Waza – Techniken die hauptsächlich mit der Hüfte geworfen werden
  • Te-Waza – Techniken die hauptsächlich mit der Hand geworfen werden
  • Ashi-Waza – Techniken die hauptsächlich mit dem Bein geworfen werden
  • Ma-Sutemi-Waza – gerade Selbstfall- oder Opfertechniken
  • Yoko-Sutemi-Waza – seitliche Selbstfall- oder Opfertechniken

Das Wort Judo setzt sich zusammen aus den Wörtern ‘Ju’ = nachgeben, biegen und ‘Do’ = Weg, Prinzip. Es wird also mit ‘Prinzip des Nachgebens’ oder – bekannter – mit ‘sanfter Weg’ übersetzt.

Was steckt dahinter – die Theorie

Zwei Prinzipien bestimmen das Training und das Anwenden der Judotechniken:Das technische und das moralische Prinzip.

1. Technisches Prinzip (Sei-Ryoku-Zen-Yo)

  • Ausnutzen der Bewegung des Gegners und des eigenen Schwungs
  • das eigene Gewicht und die eigene Kraft optimal einsetzen
  • Anwenden der Hebelgesetze
  • Schwachpunkte des Gegners erkennen und nutzen

Es geht also darum, eine maximale Wirkung bei einem minimalen Aufwand durch optimales Ausnutzen der vorhandenen Energie zu erzielen. Kraft ist dabei gar nicht die entscheidende Größe.

 

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